klingend bewegte Farben und Formen

nach der Musik von Georgs Pelecis: Nevertheless (1993), für Violine und Klavier

Zwei Ebenen auf Leinwänden: Fiktion (Figuren) – Realität (Puppenspieler)

Zwei gegensätzliche Figuren, die sich einander in einem dynamischen Prozess annähern:

Violine: Farben Rot und Gelb; Licht (Fading, sanfte Übergänge); eine große Form (fließend wandelbar), die vertikal an fünf Stellen des Körpers verschiebbar ist

Klavier: Farben Blau und Grün; zwei kombinierbare Lichter, einzelne geometrische Formen aneinandergesetzt; die Glieder lassen sich einzeln bewegen und zusammenfügen (mehrstimmig); die unbestimmten geometrischen Formen entwickeln sich (von der Violine animiert) allmählich zu einer Figur

Vereinigung von Musik, Tanz und Bildender Kunst: als „Instrumentalistin mehrerer Sinne“ Musik in Tanz, Farben und Formen umsetzen

Ich könnte meine Musik mit weißem Licht vergleichen, in dem alle Farben enthalten sind. Nur ein Prisma kann diese Farben voneinander trennen und sichtbar machen; dieses Prisma könnte der Geist des Zuhörers sein.“

(Arvo Pärt, aus dem Booklet zur CD »Alina«, ECM Record 1999)